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Lehrmittelinstitut Wilhelmshaven / Jade Verlag / Möwe Verlag

 

In den frühen 1950er Jahren begann in Wilhelmshaven das Lehrmittelinstitut (LI) mit der Edition der später sehr bekannten Wilhelmshavener Modellbaubögen. Während Schreiber nach dem Krieg an Marineschiffen nur noch ein U-Boot und den Flugzeugträger Graf Zeppelin herausgab und ansonsten auf Militaria verzichtet, konstruierte das Lehrmittelinstitut als eines seiner ersten Modelle im Juni 1956 die Bismarck und andere Einheiten der Kriegsmarine. Mitte 1956 entstanden die Modellbaubögen der zivilen Schiffe Santa Teresa und Hamburg.

Das LI entwickelte mit dem Wasserlinienmodell die für deutsche Kartonmodellschiffe häufigste Bautechnik. Diese hatte typischerweise auf einem Grundrissschnitt in Höhe der Wasserlinie einen Längsspant-Aufbau mit eingesteckten Querspanten. Besonders breite Schiffsmodelle hatten doppelte Längsspanten. Ein erstes Vollrumpfmodell wurde mit dem Modell Nr. 1218 des ersten Atom-U-Bootes, der USS Nautilus – SSN-571 der United States Navy, 1958 oder früher entwickelt, das wahlweise als Wasserlinien- oder Vollrumpfmodell gebaut werden konnte.

Die Modelle des LI sind überwiegend im Maßstab 1:250 konstruiert, um sie vergleichen zu können. Zugleich wurde ein differenzierter Liniencode eingeführt. Ab Ende 1957 wurden die Schiffe detailreicher. Ausgangs der 1950er Jahre versuchte man sich im LI auch mit dem Maßstab 1:500. Bis Anfang der 1960er Jahre blieb das LI der führende Kartonschiffmodellverlag nicht nur in Deutschland. Das größte Modelle stelle der Flugzeugträger Forrestal dar.

Das LI gab auch von 1957 bis in die frühen 1960er Jahre die Modellzeitschrift Möwe heraus. Diese erscheint seit 1988 erneut – bis heute. Nach der Schließung des LI erschienen die Wilhelmshavener Modellbaubogen zunächst im Jade-Verlag, seit 1988 ununterbrochen im Möwe-Verlag.

 

 

 

 

                                                                             

 

 

 

 

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